Die Huldigung

3. Akt

Der Besuch des Erzherzogs in Öblarn.

Der Pfarrhof des Dorfes war an diesem Tag ein wahrer Brennpunkt der Aufregung und Hoffnung. Abrander valider und andere Bittsteller hatten sich versammelt, um Gehör und Hilfe vom Erzherzog zu erbitten. Doch als der Gaukler dazu stieß, wurde er wütend abgewiesen, was für Verwirrung und Unverständnis bei den Dorfbewohnern sorgte.

Dann kamen die Musikanten und die Dorfhonoratioren zusammen, um den bevorstehenden Besuch des Prinzen zu besprechen. Selbst Großmutter und Waberl, die unbedingt das Brautpaar treffen wollten, waren in freudiger Erwartung.

Nach dem Bandltanz erschien schließlich der Erzherzog, begleitet vom Prior von Admont und seinem Tiroler Freund Herrn von Tschurtschentaler.

Während der Prior über wirtschaftliche Nöte seufzte und sein Freund über politische Probleme sprach, versuchte der Prinz das Schöne des Landlebens hervorzuheben und tröstete mit Geduld, die er selbst vorlebte. Er freute sich über den Gruß seines ehemaligen Bergführers Hangltoni Hansl.

Nachdem sich die Hochzeitsgäste von der Geistlichkeit verabschiedet hatten, tanzte das Volk den Steirischen und Anna kam mit der Kärntnerin Frau von Bobecheim zusammen, die ihr Ratschläge gab und versuchte, sie aufzumuntern. Auch die Thorbäckin, Wirtsfrau und Gemahlin des Amtmanns, versuchte mit scharfzüngiger Rede Anna zu helfen.

Die Bittsteller kehrten schließlich glücklich und erleichtert von ihrer Audienz zurück, umschwärmt von den Gauklern, bevor der Erzherzog erschien. Anna und der Erzherzog trafen sich, und trotz ihrer Angst konnte sie ihre Zuneigung nicht verbergen. Dies führte zu einem entscheidenden Entschluss des Erzherzogs, wie er später in seiner Biografie schrieb.

Die Großmutter verwechselte das Paar mit den Brautleuten, sodass Waberl ihr Gedicht vortrug. Die Kranzjungfern holten Johann auf ein Podium, um die Huldigung des Dorfes in Form eines Fackelzugs entgegenzunehmen. Der Amtmann begrüßte den hohen Gast auf seine bäuerliche, erdverbundene Art, während der aufgeklärte Bader eine Rede für eine bahnbrechende Zukunft hielt.

Johann, der Erzherzog, vereinte die Gegensätze durch seine Herzensgüte und versprach, weiter vorbildlich Gott und dem Vaterland zu dienen. Nach der Volkshymne von 1821 marschierten alle Mitspieler über die Bühne, während der Nachtwächter sein Lied sang und die Vorfahren in die Ewigkeit rief.

Dieser besondere Tag ist im Dorf noch immer in Erinnerung, als ein Moment der Begegnung und des Wandels, der die Gemeinschaft auf besondere Weise berührte.

Dank der Schriftstellerin Paula Grogger.

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