ART MUC

Zwischen Urkraft und Stille

Neue Arbeit erstmals auf der ART MUC in München

Im Zentrum der aktuellen Arbeit steht die kraftvolle Darstellung eines frontal auf die Betrachtenden zulaufenden Stiers, dessen physische Präsenz und energetische Aufladung den Bildraum bewusst überschreiten. Kontrastiert wird diese Dynamik durch eine ruhige alpine Berglandschaft, die für Beständigkeit, Herkunft und Erdung steht. Eine grafisch betonte, teilweise übermalte Distel ergänzt die Komposition als Symbol für Wehrhaftigkeit und stille Stärke. Großzügige Farbflächen strukturieren den Raum und schaffen ein Spannungsfeld zwischen Bewegung und Stille. Die Arbeit wird im Rahmen der ART MUC in München präsentiert und ist dort erstmals einem internationalen Publikum zugänglich.

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Der Stier als Ausdruck von Urkraft und Bewegung

Der Stier tritt uns frontal entgegen – kompromisslos, konzentriert, geladen. Sein gesenkter Kopf und die gespannte Muskulatur lassen keinen Zweifel: Diese Bewegung ist nicht aufzuhalten. Es ist kein ruhiger Moment, sondern ein Augenblick kurz vor der Kollision. Der Stier durchbricht die Distanz, die ein Bild normalerweise wahrt, und tritt in unseren Raum. Seine Energie ist nicht nur sichtbar, sondern spürbar – als würde sie über die Leinwand hinausreichen.

Hinter dieser unmittelbaren Wucht öffnet sich eine alpine Landschaft. Die Berge stehen still, ruhig, beinahe unberührbar. Sie verkörpern Herkunft, Erdung und eine zeitlose Präsenz. Während der Stier nach vorne drängt, halten sie den Raum – sie sind das Gegengewicht zur Bewegung, das Fundament unter der Energie. Hier treffen zwei Kräfte aufeinander: das Unaufhaltsame und das Beständige.

Durch die Komposition zieht sich eine Distel – bewusst gesetzt, grafisch betont und zugleich teilweise übermalt. Sie wirkt wie ein Zeichen des Widerstands. Als Pflanze, die unter rauen Bedingungen wächst, steht sie für Schutz, Wehrhaftigkeit und leise Stärke. In der Übermalung entsteht eine zweite Ebene: Die Distel wird nicht ausgelöscht, sondern verwandelt. Härte und Zartheit existieren gleichzeitig – Verletzlichkeit und Abwehr sind keine Gegensätze, sondern Teile derselben Wahrheit.

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Zwischen alpiner Ruhe und innerer Spannung

Die großzügigen Farbflächen bringen Ruhe in diese aufgeladene Szene. Sie strukturieren den Bildraum, lenken den Blick und setzen bewusste Pausen. Diese Flächen sind keine bloße Kulisse – sie sind essenziell für das Gleichgewicht. Sie fangen die Energie des Stiers auf, geben ihr Raum und verhindern, dass sie ins Unkontrollierte kippt. Zwischen ihnen und der Bewegung entsteht ein Spannungsfeld, das das Bild trägt.

So entfaltet sich ein Werk über Präsenz, Entschlossenheit und innere Klarheit. Der Stier ist mehr als ein Tier – er ist eine Kraft, die uns begegnet. Direkt, fordernd, unausweichlich.

Er läuft nicht nur auf uns zu.
Er stellt eine Frage:

Bleiben wir stehen oder gehen wir mit?

Kunst erleben auf der ART MUC München

Die Arbeit wird im Rahmen der ART MUC in München präsentiert – einer der bedeutendsten Plattformen für zeitgenössische Kunst im deutschsprachigen Raum. Vom 1. bis 3. Mai öffnet die Messe ihre Tore und versammelt internationale Künstler:innen, Galerien und ein kunstinteressiertes Publikum in einer inspirierenden Atmosphäre. Ab dem 2. Mai bin ich persönlich vor Ort und präsentiere meine Arbeit am Stand der Art Factory Graz.

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Die ART MUC bietet den idealen Rahmen, um die Energie und Präsenz dieser Arbeit unmittelbar erlebbar zu machen. Gerade in der direkten Begegnung entfaltet der Stier seine volle Wirkung – seine Dynamik, seine Spannung und die kraftvolle Verbindung zur alpinen Landschaft werden im Original nochmals intensiver spürbar. Für mich ist diese Präsentation mehr als eine Ausstellung: Sie ist ein Dialograum. Ein Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern gefühlt und hinterfragt wird.

Ich freue mich auf persönliche Gespräche, auf Begegnungen und auf den Austausch über die Themen, die meine Arbeit tragen – Kraft, Herkunft und die Frage, wie wir dieser inneren Energie begegnen.

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