1. Akt
Der Einzug und damit der 1.Akt der Hochzeitsfeierlichkeiten war geprägt von Aufregung, Vorbereitungen und kleinen Zwischenfällen im Dorf.

Der Schulmeister führte stolz die Kinder an, um den Empfang des Erzherzog Johann zu üben und die eingelernten Fragen zu proben.

Während die Dorfbewohner die Kinder bewunderten, zeigten sie auch ihre Skepsis gegenüber dieser Art der Erziehung.


Inmitten des Trubels hatte der einfältige Spatzenschröck eine große Wasserlache ausgegossen, die für Aufregung sorgte. Die jungen Chorsängerinnen hänselten ihn spielerisch, bevor sie ihn übermütig beschenkten. Die Dorfbevölkerung unterhielt sich angeregt mit den angereisten reichen Bauern über die Ankunft der Braut.


Besonders das Gerücht, dass unter den Kranzjungfern eine Bürgerliche sei, die das Interesse des Erzherzogs geweckt hatte, sorgte für Gesprächsstoff bei den Chormädchen und Frauen.
Der Schulmeister erklärte derweil den Anwesenden das Wirken des Erzherzogs, während der Thorbäck als Amtmann und Dorfwirt versuchte, Ordnung auf dem Platz herzustellen.

Die Veteranen der Franzosenkriege marschierten ein, gefolgt von Schützen und Knappen der ehemaligen Oblarner Kupfergruben mit Trommlern und Fahnen.

Als die Kinder schließlich aufgeregt verkündeten, dass der Hochzeitszug nahte, geriet die kleine Einöd-Waberl in ihrem weißen Kleid in die Wasserlache, was sie mit ihrer Großmutter fluchtartig zur Flucht veranlasste, um ein neues Kleid anzulegen.


Der brave Gaberl Wundersamer wurde durch einen Böllerschuss bei seinem Begrüßungsgedicht kurzzeitig verwirrt, doch der Erzherzog zeigte Verständnis und lächelte.

Schließlich zogen alle gemeinsam zur feierlichen Hochzeitszeremonie in die Kirche, begleitet von festlicher Musik und fröhlichem Geplauder.


