Es war vor zwei Jahren, als ich bei unserer Ausstellung im Ursulinenhof in Linz die inspirierenden Eröffnungsrede von Wolfgang Richter zuhörte. In diesem Moment keimte in mir die Idee, diese ganz besondere Ausstellung auf die Beine zu stellen – eine Austauschausstellung zwischen der art BV Berchtoldvilla berufsvereinigung mit Landesverband Salzburg und dem BVBK Berufsvereinigung Landesverband Steiermark.

Gemeinsam mit einem engagierten Kuratorenteam haben wir das Konzept von der anfänglichen Idee in die Realität umgesetzt. Der Titel der Ausstellung, „Raum ist Atem der Kunst“, ist dabei nicht nur programmatisch, sondern fängt auch den Geist der Werke ein, die nun von Salzburg nach Graz wandern. Der nächste Halt für unsere Ausstellung ist das Galerie Centrum in Graz, wo wir die Vielfalt und Tiefe der präsentierten Kunstwerke einem neuen Publikum nahebringen können.
Für mich ist es eine besondere Freude, zu sehen, wie diese Idee, die einst ein flüchtiger Gedanke war, nun Früchte trägt. Gemeinsam mit einem fantastischen Kuratorenteam haben wir diese Ausstellung nicht nur geplant, sondern auch mit Leben gefüllt. Die Begeisterung und Leidenschaft, die jeden Schritt dieses Projektes begleitet haben, machen diesen Moment umso wertvoller.
Ich lade euch alle herzlich ein, die Ausstellung in Graz zu besuchen und die Magie des Raums als Atem der Kunst selbst zu erleben.

Atem der Kunst: Eine Ausstellung, die den Raum in den Mittelpunkt stellt
In der Welt der Kunst ist Raum nicht nur ein physikalisches Konzept, sondern ein Element, das die Wahrnehmung und Wirkung eines Kunstwerks entscheidend beeinflussen kann. Inspiriert von Frank Lloyd Wrights berühmtem Zitat „Space is the breath of art“ setzt die Ausstellung „ATEM DER KUNST“ genau an diesem Spannungsfeld an. Ab dem 07. September 2024 wird die Berchtoldvilla in Salzburg zur Bühne für 26 Künstlerinnen und Künstler aus Salzburg und der Steiermark, die mit ihren Werken die Vielschichtigkeit und Bedeutung des Raums in der Kunst erkunden.

Raum als künstlerisches Element
Raum ist in der Kunst allgegenwärtig, sei es als physischer Raum in dreidimensionalen Arbeiten wie Skulpturen und Plastiken oder als konzeptioneller Raum in Malerei und Fotografie. Die Ausstellung stellt die Gegensätze von positivem und negativem Raum, linearer Perspektive und überlappenden Formen in den Mittelpunkt. In der Bildhauerei offenbaren leere Räume oft ebenso viel wie feste Strukturen. In der Malerei kann der negative Raum – jener Bereich, der in einem Kunstwerk leer bleibt – einen genauso starken Eindruck hinterlassen wie die eigentlichen Objekte, indem er das Auge des Betrachters lenkt und bestimmte Kompositionselemente hervorhebt.

Zwischen Grenzen und Freiräumen
In einer Zeit, in der das Thema Grenzen in vielen Lebensbereichen präsent ist, zeigt „ATEM DER KUNST“, wie künstlerische Grenzen sowohl verbindend als auch trennend wirken können. Sie machen Raum greifbar oder eröffnen neue Wahrnehmungshorizonte, indem sie das Unsichtbare betonen. Die Besucher können erleben, wie Raum in der Kunst endet und gleichzeitig neu beginnt – ein faszinierendes Spiel der Wahrnehmung und Interpretation.

Technologie trifft Kunst
Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die Einbeziehung moderner Technologie. Jedes Kunstwerk ist mit einem Barcode versehen, der den Besuchern Zugang zu weiterführenden Informationen bietet. Diese interaktiven Verknüpfungen sind jedoch nur vor Ort zugänglich und ermöglichen es den Besuchern, die Kunstwerke aus neuen Blickwinkeln zu entdecken und zu verstehen.

Öffnungszeiten in Graz
- Freitag, 01.11. von 16:00 – 19:00 Uhr
- Samstag, 02.11. von 11:00 – 14:00 Uhr
- Donnerstag, 07.11. von 16:00 – 19:00 Uhr
- Freitag, 08.11. von 16:00 – 19:00 Uhr
- Samstag, 09.11. von 11:00 – 14:00 Uhr
- Mittwoch, 13.11. ab 16:00 Uhr: Finissage
„ATEM DER KUNST“ lädt dazu ein, Raum nicht nur zu sehen, sondern zu fühlen – als unverzichtbaren Atem der Kunst. Die Ausstellung bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit, Kunstwerke neu zu entdecken und die Beziehung zwischen Kunst und Raum in all ihren Facetten zu erleben.
