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Art Innsbruck 2025

Zwei Werke zwischen alpiner Symbolik und zeitgenössischer Bildsprache auf der Art Innsbruck 2025.

Im Rahmen der diesjährigen Art Innsbruck zeige ich zwei Werke aus meiner aktuellen Serie „Neue Wege gehen“ – eine künstlerische Auseinandersetzung mit alpiner Identität als zeitgenössischer Bildsprache. Zwischen symbolischer Tiefe, wacher Naturwahrnehmung und grafischer Reduktion entstehen Bildräume, die mehr sind als Landschaft. Sie erzählen von Haltung, Verbundenheit und dem Mut zur inneren Ausrichtung.

Die beiden ausgewählten Arbeiten – „Magie der Stärke“ und „Vertrauen erschaffen“ – stehen exemplarisch für mein Anliegen, Heimat als kraftvolle Verbindung von Kultur, Natur und innerer Klarheit neu zu formulieren.

Werkbeschreibung: Magie der Stärke

Aus der Serie: „Neue Wege gehen“
Technik: Acryl auf Leinwand

In „Magie der Stärke“ verdichtet sich die Vision einer alpinen Identität zu einem kraftvollen Sinnbild innerer Entschlossenheit.

Ein Hirsch majestätisch, wachsam, leuchtend. Sein Blick schweift nach links, hinaus aus dem Bild, als würde er einen Weg erspüren, der noch nicht betreten ist. Im Hintergrund entfaltet sich die Bergwelt in tiefen Blautönen und lila Schattierungen die Farbwahl ist mystisch, fast traumhaft.

Ein grafischer Layer in Form einer stilisierten Mohnblume überlagert das Motiv: zart, weiß konturiert, fast schwebend. Sie steht als Symbol für Verletzlichkeit und gleichzeitige Widerstandskraft, ein Spannungsfeld, das den inneren Kern des Werks trifft.

Durch die gezielte Übermalung wird ein Teil des Hintergrunds zurückgenommen. Diese Fläche wirkt wie ein Atemzug, ein Moment der Stille, der die expressive Farbigkeit des Hirsches umso stärker hervortreten lässt. Der Fokus wird gelenkt, ohne zu dominieren: Stärke zeigt sich hier nicht als Lautstärke, sondern als Präsenz.

„Magie der Stärke“ erzählt von Selbstbehauptung in einer rauen Welt. Es ist ein Bild, das nicht nur deinen Blick sucht, sondern gesehen werden will.

Werkreihe

Dieses Werk ist Teil der Reihe „Neue Wege gehen“, in der ich alpine Symbolik neu befrage und in eine gegenwärtige, kraftvolle Bildsprache überführe.
Meine Kunst ist heimatverbunden, aber nicht rückwärtsgewandt. Sie formuliert Identität als innere Haltung, nicht als nostalgisches Dekor.

Die Natur wird hier nicht abgebildet, sondern gespürt: roh, farbenstark, emotional. Der Hirsch ist Sinnbild für Wachsamkeit, Kraft und spirituelle Verbindung mit der Landschaft. In Kombination mit grafischen Elementen entsteht ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Transformation – ein zentrales Motiv meiner künstlerischen Arbeit.


Werkbeschreibung: Vertrauen erschaffen

Aus der Serie: „Neue Wege gehen“
Technik: Acryl auf Leinwand

Vertrauen erschaffen ist ein Bild über Beziehung, Verantwortung und das stille Wissen um Verbundenheit.

Im Mittelpunkt steht ein Hund, ruhig und aufmerksam. In seinem Maul hält er ein Jagdhorn, nicht festgebissen, sondern behutsam getragen. Diese Geste verleiht dem Werk eine stille Spannung zwischen Wildheit und Gehorsam, zwischen Instinkt und Achtsamkeit. Der Blick des Tieres führt hinaus aus dem Bildraum, als würde es auf etwas warten oder etwas beschützen, das außerhalb des Sichtbaren liegt.

Die Landschaft im Hintergrund erinnert an alpine Höhen. Sie ist abstrahiert und vielschichtig, kraftvoll und lebendig, aber nie naturalistisch. Darüber legt sich eine stilisierte Schneerose als grafisches Element. Sie steht in der alpinen Symbolik für Reinheit, Ausdauer und Neuanfang. Werte die dem Bild seinen inneren Ton geben.

Ein Teil des Hintergrunds wurde bewusst überarbeitet. Durch eine ruhige Fläche entsteht ein Moment der Entlastung. Diese Reduktion bringt Stille in die Komposition und lenkt den Fokus auf die Beziehung zwischen dem Hund und dem Horn. Es entsteht ein Raum für Deutung und für persönliche Resonanz.

Vertrauen erschaffen ist ein Bild über Bindung jenseits von Sprache. Über das, was trägt, wenn Worte fehlen. Über Heimat als innere Haltung, nicht als geografischen Ort.

Werkreihe

Dieses Werk ist Teil der Serie Neue Wege gehen, in der alpine Identität neu erzählt wird, nicht als Rückblick, sondern als zeitgenössische Form.

Tiermotiv, alpine Symbolik und grafische Elemente stehen in einem Spannungsverhältnis, das meine Arbeit prägt. Es geht um Ursprünglichkeit und Klarheit, um Intuition und Formbewusstsein, um Tradition und Gegenwart.

Vertrauen entsteht dort, wo innere Stärke und Verbindung aufeinandertreffen. Dieses Werk gibt dieser Idee ein Bild.

Marlene Schaumberger

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